Doppelgänger Folge #566 vom 29. Mai 2026

Anthropic mit 500% NRR | Token-Maxing bald vorbei? | Stark-Drohnen auf €2.5 Mrd. Bewertung #566

Anthropic schließt seine Runde ab und versucht außerdem, sich Kapazität bei Microsoft zu sichern. Claude Opus 4.8 launcht mit Fast Mode und neuer Zuverlässigkeit. Anthropic-CFO verrät eine Zahl zur Net Revenue Retention, die bisherige Software-Maßstäbe sprengt. Uber-CEO warnt vor explodierenden KI-Kosten, eine einzelne Firma soll im Monat Beträge in dreistelliger Millionenhöhe für KI verbrennen. Meta versucht plötzlich, für seinen Chatbot Geld zu kassieren und schickt Forward Deployed Teams zu Enterprise-Kunden. China sperrt seine KI-Talente ein. DuckDuckGo profitiert vom Google-AI-Backlash. SpaceX nimmt American Airlines an die Starlink-Leine, SpaceX-Tesla-Merger-Gerüchte verdichten sich, Musk könnte erster Billionär werden. Robinhood lässt Kunden mit KI-Agenten traden. Earnings-Block: Temu, Snowflake & Dell. Pip schaut auf die Top 10 der reichsten Männer der Welt und fragt: Wer stellt sich noch gegen Trump? In der Schmuddelecke: Google-Insider Michele Spagnuolo soll Polymarket mit interner Information abgeräumt haben.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:21) Anthropic Runde

(00:07:23) Claude Opus 4.8

(00:13:05) KI als Praktikant?

(00:17:37) Anthropic shoppt Microsoft-Chips

(00:19:20) Apollo-Debt-Deal für Google-TPUs

(00:22:22) Anthropic-NRR über 500%

(00:23:21) Token-Maxing & Uber-CEO-Warnung

(00:33:16) Meta-AI-Subscriptions

(00:38:53) China sperrt KI-Talente ein

(00:41:29) DuckDuckGo +30%

(00:43:37) Starlink bei American Airlines

(00:46:51) SpaceX-Tesla-Merger-Gerüchte

(00:49:21) Robinhood: AI-Trading

(00:52:47) Temu/PDD Earnings

(00:55:56) Snowflake-Comeback

(00:59:45) Dell-Earnings & Trump

(01:03:38) Top 10 Reichste: pro Trump?

(01:08:21) GROQ raised $650 Mio.

(01:09:40) Spagnuolo bei Polymarket

(01:12:12) Musks Hitler-Tweet

(01:14:31) Stark-Drohnen auf $2,5 Mrd.


Shownotes

Anthropic überholt OpenAI im Fundraising - axios.com

Claude Opus 4.8 Launch - reddit.com

Anthropic in Gesprächen über Microsofts AI-Chips - theinformation.com

Apollo strukturiert $36 Mrd. Debt-Deal für Google-Chips für Anthropic - bloomberg.com

AI-Spending: ROI vs. Enterprise-Kosten - axios.com

Meta startet AI-Chatbot-Subscriptions - bloomberg.com

Meta Enterprise-AI-Push für Business-Adoption - theinformation.com

China beschränkt Reisen für Top-KI-Talente - bloomberg.com

DuckDuckGo Installs +30% nach Google-AI-Search-Zwang - techcrunch.com

Starlink kommt in halbe American-Airlines-Flotte - theinformation.com

SpaceX-Tesla-Merger-Gerüchte vor IPO - cnbc.com

Robinhood lässt Kunden mit AI handeln - wsj.com

Temu/PDD Earnings: Aktie unter Druck - barrons.com

Snowflake setzt auf Amazon Graviton Cloud-Chips - cnbc.com

PDD verfehlt Gewinnerwartungen wegen China-Wettbewerb - wsj.com

Salesforce Q1 Earnings - cnbc.com

Groq raised $650 Mio. mit Nvidia-Beteiligung - axios.com

Google-Insider Michele Spagnuolo: Insider-Trading mit Top-Suchergebnissen - wsj.com

Dell Q1 Earnings - cnbc.com

Michael Dell und die Trump-Accounts beim DoD - cnbc.com

Michael Dell Forbes-Profil - forbes.com

Elon Musk Tweet - xcancel.com

Drone start-up Stark set for €2.5bn valuation in new fundraising - ft.com

EU fines China’s Temu - ft.com


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 566 am 30. Mai 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Und ich muss natürlich damit anfangen. Pip, hast du es geschafft? Hast du einen Oberklasse-Wagen in Anthropic setzen dürfen? Äh...
Der Deal ist closing. Er ist im Schließen begriffen. Das heißt immer noch, dass er auseinanderfallen kann. Aber wir werden sehen.
Wie kann es sein, dass der Deal bei dir noch nicht geclosed ist, wenn ich lesen kann, dass der Deal geclosed ist?
So ist das immer. Das sind so aufschiebende Bedingungen teilweise, da man ja indirekt investiert. Ich bin relativ optimistisch, aber ich würde das noch nicht als sicher bezeichnen. Aber wenn, wäre ich natürlich froh, wenn es klappt, weil die Prediction Markets oder Crypto Markets, es gibt diese Anthropic Perps, traden Anthropic schon ungefähr auf dem Doppelten, diese Bewertung, würde ich sagen. Also sollte Anthropic an die Börse kommen, würde es eher 1,8 als 900 Milliarden wert sein, glaube ich. 1,8 Billionen, natürlich. Wie auch immer, worüber wir sprechen ist, dass Entropic jetzt auch seine Mega-Runde vervollständigt haben soll. Das berichten unter anderem Access Bloomberg, Financial Times, die üblichen Quellen. Und zwar hat man 65 Milliarden US-Dollar auf einer 900 Milliarden Pre-Bewertung aufgenommen. Das heißt, die Firma ist jetzt 965 Milliarden inklusive des neuen Geldes wert. Angeführt wurde die Runde von Altimeter, Dragoneer, Green Oaks und Sequoia. Würde ich sagen, ist schon mal ein qualitativer Unterschied zu OpenAI, wo es hauptsächlich Corporate Capital war von Parteien, die ein Interesse daran haben, dass OpenAI weiter Geld aus Gipschips bestellt, Datacenter mietet. Und so weiter. Die waren hier schon auch dabei, aber nicht so dominant. Also auch hier ist Amazon Geld und Microsoft, sorry, Micron Technology Geld in der Runde. Aber die Bewertungen haben opportunistische Crossover-Funds gemacht. Das wäre bei OpenAI, glaube ich, nicht mehr so einfach gewesen. Schönes Detail ist auch, dass meines Wissens nach sowohl Altimeter als auch Dragony und Sequoia in OpenAI investiert sind und hier sagen, diese Runde anführen in den Konkurrenten, muss man sich auch mal vorstellen. Also sie haben vested interest seit frühesten Zeiten in OpenAI oder relativ frühen Zeiten in OpenAI und finanzieren hier oder führen sogar die Runde der direkten Konkurrenz an. So ist Kapital, das hat kein Gewissen, keine Moral, sondern es versucht den Gewinn herauszufinden oder im Zweifel auf beide zu setzen, wenn die Wetten ein Erfolgsversprechen sind. Green Oaks ist, glaube ich, noch nicht in OpenAI investiert. Ansonsten muss man sagen, von diesen 65 Milliarden sind 15 Milliarden wahrscheinlich schon vorab in sogenannten Hyperscaler-Investments oder Commitments geflossen. Das heißt, wir haben ja bei der OpenAI-Runde so ein bisschen auseinandergenommen, was da wirklich geflossen ist. Auch hier kann man sagen, dass das neue Geld wahrscheinlich eher 50 Milliarden ist. Bei dem Rest handelt es sich zum Beispiel um Geld, das ist dieser Google-Deal, über den wir vorher gesprochen haben, also wo Entropic versucht hat, sich Ressourcen zu sichern und deswegen schon geflossen. Geld aufgenommen hat, mittelbar. Und deswegen sind diese 65 Milliarden, wie auch bei OpenAI, diese 120 Milliarden ein bisschen trügerisch. Aber man kann davon ausgehen, dass wahrscheinlich 50 Milliarden neues Kapital sind, die hier eingesammelt werden. Und damit ist Proforma in Tropic jetzt auch die größere oder höher bewertete von den beiden KI-Firmen. SpaceX wäre noch höher bewertet, wenn man der Bewertung glauben mag und es für eine KI-Firma halten würde, was ich nicht tue. Aber wir wissen ja, OpenAI ist bei 952 oder was war das gelandet? 850 plus 122 wäre irgendwie so in den Dreh. Und Anthropic wäre dann jetzt ein klein bisschen mehr wert oder eigentlich gleich viel wert, könnte man sagen.
Ich habe dabei jetzt gerade an Stripe gedacht. Stripe war doch lange Zeit das höchst bewerteste Startup überhaupt, neben SpaceX vielleicht. Ich meine so 159 Milliarden Dollar oder so wert. Wenn du das so in Relation setzt, also Stripe ist auch eigentlich omnipräsent überall, wo man Payment nutzt. Ich würde sagen, die baut man nicht so schnell aus wie eine KI-Lösung irgendwie. Also es ist tiefer integriert als ein neuer Tab so ein bisschen. Kannst du die so High-Level ein bisschen vergleichen? Also was ist jetzt so, was macht Stripe an Umsatz, was macht Anthropic an Umsatz? Zum Beispiel, was sagt die KI dazu?
Ich glaube, Stripes letzte Bewertung war so deutlich über 100 Milliarden. Das war schon viel für eine Private Company. Früher hatte man längst ein IPO gemacht. Ich glaube, sie liegen jetzt bei 160 Milliarden, wenn ich mich nicht Irre.
Habe ich Millionen gesagt?
Genau. Das Total Payment Volume ist, glaube ich, bekannt. Das sollte so um die 2 Billionen liegen. Jetzt muss man überlegen, wie viel Take Rate sie davon noch haben. Aber ich glaube, das Revenue ist nur so um die 1 Milliarde, wenn ich mich nicht... Irre. Soll ich mal fragen? Am 30. Juni... Schönes Segway am 30. Juni... Darf ich den EMEA-Chef von Stripe interviewen auf einem Event? Ich glaube, man darf sich da sogar noch bewerben als Zuschauer. Also wenn man im weitesten Sinne ein Interesse an Paymentlösungen hat, dann am 30. Juni gibt es ein Event von Stripe in Berlin. Man findet das in meinen LinkedIn-Posts, wenn man möchte. Keine Werbung, aber da ist es gerade gut zum Thema passend. Also A muss man glaube ich sagen, dass Stripe ein indirekter Profiteur ist von dem KI-Boom, weil ein Großteil der Rechnungen, glaube ich, über Stripe abgewickelt werden, könnte ich mir vorstellen. Also das Revenue, was über KI generiert wird, läuft unter, nur auch über Stripe, könnte ich mir vorstellen. Insofern sind sie immer ein genereller Profiteur von digitalen Paymentlösungen. weil sie einen relevanten Marktanteil in dem Markt haben und wenn gerade Entwickler gerne Stripe nutzen. Ich bin selber auch Stripe-Nutzer geworden durch das Substack. Wenn man das monetarisieren möchte oder so ein bisschen Spaß monetarisieren wie ich, dann braucht man dafür ja automatisch auch einen Stripe-Account. Das würde ich sagen, war von der Kundenexperience schon relativ einfach und schnell das hinzubekommen, also in fünf bis zehn Minuten. bist du in der Lage, Geld zu akzeptieren, also Kreditkarten zu akzeptieren von anderen Leuten oder Annual Payments oder Monthly Payments. Fand ich eine ganz gute Experience, ehrlich gesagt. Ansonsten schwer zu vergleichen. Stripe baut keine KI, hat zwar ein massives Total Payment Volume aufgebaut, aber ist beim Revenue sicherlich nicht mit Entropic vergleichbar und wächst wahrscheinlich auch nicht 10x, sondern... wenn es gut ist, vielleicht hoch zweistellig, würde ich schätzen. Ja, bei Entropic reden wir über ganz andere Wachstumsdynamiken. Apropos Entropic hat außerdem, es gab so zwei, drei Nutzer, die nochmal geschrieben haben und meinten, ich würde Entropic so positiv darstellen, weil Codex, also das haben wir ja erwähnt, dass Codex von OpenAI auch ganz populär geworden ist inzwischen eigentlich oder sagen viele, Anhänger findet unter anderem, weil es günstiger und schneller ist bei bestimmten Use Cases, zum Beispiel bei agentischer Arbeit oder Programmierung. Das mag so sein und trotzdem startet es auf einem kleineren Level, muss man schon sagen. Aber Entropic hat selber gesagt, dass sie sehen, dass Codex schneller wächst als Cloud Code zum Beginn von Cloud Code. Ob die jetzt wirklich Marktanteile abnehmen, ist eine andere Frage. Das sehe ich ehrlich gesagt doch nicht. Wenn es dafür Anzeichen gibt, werden wir es aber sicherlich erklären. Aber meine Antwort darauf, außerdem sollte man jetzt nicht davon ausgehen, dass selbst wenn Codex einen gewissen Vorteil gerade hat oder hätte, Entropic arbeitet natürlich genau dran und ist für eine sehr schnelle Entwicklungsgeschwindigkeit bekannt und nur sechs Wochen nach dem letzten größeren Update, also wirklich Modellupdate, es gab ja viele kleinere Updates dazwischen, aber Ist jetzt schon Opus 4.8 rausgekommen, also nochmal neue Modellgenerationen von Entropic, das logischerweise, wie das immer so ist, nochmal das alte Modell, aber auch Konkurrenzmodelle in vielen Benchmarks schlägt. Also bei Agentic Computer Use ist es Nummer 1, Knowledge Work müsste es neuer Nummer 1 sein. Finanzielle, wie sagt man, Financial Analysis, Finanzanalyse, deutliche Verbesserung, Reasoning, deutliche Verbesserung, Agentic Coding, deutliche Verbesserung. Nur bei Agentic Terminal Coding liegt es noch hinter GPT-5 und Codex. Gleichzeitig haben sie aber zum Beispiel es geschafft, einen Fast Mode zu bauen, der ziemlich genau den Geschwindigkeitsvorteil aufhebt, indem man zweieinhalb Mal schneller ist. Das ist so ungefähr, also die Leute, die Codex nutzen, sagen, dass es so zwei, dreimal schneller ist als Cloud. Und genau diesen Vorteil würde man mit dem Fast Mode dann wieder einholen. Das ist nicht ganz unwichtig beim Programmieren, weil das Warten auf den Output natürlich der Hauptproduktivitätsblocker irgendwann wird. Das ist so ein bisschen wie ich und meine Chat-GPT-Images. Am Anfang fand ich es geil, wie schnell die waren. Inzwischen nervt es mich, dass ich eine Minute warten muss. und blockt meine Arbeit eigentlich oder sorgt dafür, dass ich ständig defokussiert werde, weil ich warten muss und dann browset man irgendwie in seinen Fenstern rum und wenn man so ein bisschen ADD-Person ist, dann ist das natürlich höchst unproduktiv und wenn man weniger lange auf den Output warten muss, ist das natürlich ein großer Vorteil, was die Gesamtproduktivität angeht. Aber wie gesagt, den versucht Cloud Opus 4.8 jetzt mit dem Fast Mode, glaube ich, aufzuheben. Außerdem ist eine Grundänderung, die sie hervorheben, dass es deutlich zuverlässiger ist und kritischer gegenüber den eigenen Aussagen. Also dieser Überoptimismus, den Modelle haben, dass sie halluzinieren und sich selber für Aussagen feiern, die vielleicht gar nicht wahr sind. Das hat man so ein bisschen zurückgetunt und dadurch konnte man quasi die Verlässlichkeit oder Zuverlässigkeit erhöhen. Und wenn sich das Modell nicht sicher ist, würde es das in diesem Fall eher zugeben. Wodurch diese Fehler entstehen, ist auch, also meine Hypothese ist immer, diese ganzen Ungenauigkeiten, Halluzinationen werden schrittweise immer weiter zurückgehen. Ich habe auch den Grund für, es gibt ganz verschiedene Arten von Halluzinationen oder Fehlern und einer entsteht explizit dadurch, und das haben wir vorher auch schon erklärt, dass man den Fakt, dass ein Modell antwortet, zu stark belohnt. Also das Modell, wenn du über Reinforcement Learning nachdenkst, also wo das Modell Belohnung bekommt, wenn der Nutzer zufrieden ist oder wenn er unzufrieden ist, dem Modell zurückgespielt wird, das war keine gute Antwort. Da war in der Vergangenheit beim Training zu sehr der Fakt, dass man überhaupt geantwortet hat, belohnt worden. Das heißt, wenn das Modell gesagt hat, ich bin mir nicht sicher oder ich weiß das nicht, was ja ganz oft die ehrliche Antwort wäre, hat das Modell keine Belohnung bekommen, jetzt mal sehr bildlich gesprochen. Und dadurch... halluziniert es mehr, als es müsste, weil es versucht, im Zweifel eine Aussage zu treffen, die dem Nutzer gefällt, statt zu sagen, sorry, hier bin ich mir nicht sicher. Und ich glaube, ich nehme an, dass man das mit Reinforcement Learning from Human Feedback gemacht hat, das zu tunen, aber auf jeden Fall ist diese Overconfidence jetzt deutlich zurückgegangen und das Modell ist selbst kritischer, wenn man möchte, gegenüber den eigenen Aussagen. Ich glaube, die Hallucination Rate ist noch nicht draußen für 4.8. Ich kann mal kurz gucken, ob ich das finde. Es ist noch nicht in dem Benchmark, wo man es am ehesten sehen kann. Leider ist 4.8 da noch nicht getestet. Könnte man dann mal schauen. Würde ich mal vielleicht als To-Do für nächste Sendung machen, weil es mich auch interessiert. Damit könnte man ja die Hypothese dann beweisen. Im Moment sind die Daten leider noch nicht da. Aber einerseits würde ich sagen, man holt relativ stark zu Codex auf und macht ein paar Nachteile wett. Generell ist es ein weiterer Fortschritt. Es ist noch nicht Mythos. Man geht davon aus, dass Mythos noch besser ist von der Performance. Und wie gesagt, die Zuverlässigkeit ist gerade im Business-Kontext oder B2B-Kontext auch nochmal oder auch bei der Software-Erstellung ein wichtiger Fortschritt. Mal sehen, wenn die AnwenderInnen das jetzt testen, wie sie den Fortschritt von Codex weiterhin einschätzen. Also es bleibt eine sehr dynamische Situation, würde ich sagen. Und deswegen schaue ich am Ende lieber auf Revenue-Zahlen, weil klar ist auch natürlich, dass ich diese Modelle selber nicht jeden Tag teste. Insofern ist das Anwender-Feedback auch immer schon interessant und erhellend.
Ich habe die Tage so ein bisschen mehr rumgespielt mit KI meines Vertrauens als die letzten Wochen. Und habe dann im Nachgang gedacht, eigentlich sind das alles so Praktikantenaufgaben, die ich der KI gestellt habe.
Und dann war ich irgendwann so, also wie sieht das wohl pfiffen?
Kann es sein, dass wir jetzt in den kommenden Monaten vielleicht sogar irgendwie feststellen, dass wir eigentlich KI hauptsächlich als Prakti nutzen und es gar nicht irgendwie darüber hinaus geht? Ich denke so ein bisschen an die Internetzeit von vor 15 Jahren zurück, wie Startups irgendwie mit 15 oder 100 Praktikanten da versucht haben, Wert zu schaffen. Also wie siehst du das? Weil so Bildgenerierung, die Sachen auch, deine Keynote hast du natürlich mit viel Unterstützung von Agents gemacht, aber so das strategische, das große Big Picture und alles kommt ja alles von dir. Ist das eine KI-Sorge, die man irgendwie haben kann, dass über dieses Level von dem Einsteiger irgendwie nicht drüber hinaus geht? Oder siehst du das gar nicht so?
Also ich sehe das in der Nutzung schon, dass man hauptsächlich ein nervige, repetitive Task delegiert. Und das ist prinzipiell auch erstmal richtig. Ich würde es aber deswegen nicht darauf begrenzen, dass es nur das kann. Du kannst aber ein bisschen konkreter erklären, was du mit Praktikantenarbeit meinst, oder?
Zum Beispiel Recherche. Also eine klare Recherche so, guck dir mal die 20 Firmen an, analysier die mal ein bisschen, was kann ich daraus lernen, was sind so deine Handlungsempfehlungen, so Sachen. Also eine klare Aufgabe, die ich früher, hätte ich die halt einer Werkstudentin gegeben, die hätte da eine Woche dran gearbeitet und das kriege ich halt jetzt in einer halben Stunde mit ein paar Prompts hin.
Ja, also für Recherche ist es sicherlich prädestiniert, weil die Zeitersparnis hoch ist und es ein relativ leidiger Task ist. Du könntest zum Beispiel fragen, du könntest einen Agenten bauen, der die Transkripte und Shownotes der größten Podcast auswählt und sagt, wer wirbt eigentlich gerade im Podcastmarkt, der zu unserer Target Audience passen könnte.
Genau das habe ich gemacht.
Das dachte ich mir. Das habe ich vermutet. Das ist ja auch ein schlaues Rangehen. Und trotzdem, könntest du das machen? Genau, aber das ist ein super Use Case, das wäre früher viel Arbeit gewesen oder zumindest hättest du es selber crawlen, also das wäre auch ohne KI möglich gewesen, aber du hättest dann es crawlen müssen und so ein bisschen Spracherkennung, Worterkennung oder Keyworderkennung nutzen müssen. Das geht schon, aber... Ja, aber überleg mal, was dir das spart. Dir halt ein, zwei Gehälter. Also Praktikantengehälter oder Juniorgehälter. Und kostet dich wahrscheinlich keine 100 Dollar im Monat. Das gleiche Beispiel, was ich gerne nutze, ist ja auch so, es gibt ja Leute, die bezahlen für Pressebriefings. Also, dass ihnen von PR-Agenten zusammengestellt würden, in welchen Zeitschriften sie erwähnt wurden. Also A, kann man das sowieso, glaube ich, mit Google Alert schon relativ gut machen. Auch dazu bräuchte man keine KI, aber KI... Ich finde, also ich sage mal, KI ist die barrierefreiste Technologie, die wir seit langem hatten, weil du halt echt wenig Know-how brauchst. Das Problem ist, die Leute glauben das nicht, sondern sie glauben, man braucht Know-how, aber früher hättest du halt eine Kombination aus Google News Alerts und dann wieder Scraping, Screenshot-Tools und so weiter vielleicht genutzt dafür. Inzwischen kannst du dem Agenten halt einfach sagen, was du möchtest und er baut dir den Weg dahin, zum Beispiel. Aber ich glaube nicht, dass das jetzt die Grenze der Technologie ist, dass man nur Praktika in Jobs. Das Problem ist, dass unser Verstand der KI nicht mehr zutraut und wir erstmal daran denken, sowas wollen wir selber nicht machen und was ist nervig und das geben wir ihr. Du könntest natürlich genauso die Identifikation neuer Themen oder sowas der KI geben oder deutlich komplexere Tasks, würde ich behaupten. Und gerade beim Coding würde ich sagen, dass es nicht typische Praktikantenarbeit ersetzt, sondern dass es die allerfähigsten Entwickler und ProduktmanagerInnen nochmal befähigt oder augmentiert, um dort deutlich mehr zu erreichen und dabei nicht zwangsläufig schlechteren Code baut, je nachdem auch Es macht gar nichts, ob in der heutigen Zeit es überhaupt noch Sinn macht, Code nach irgendwie Schönheit oder so zu bewerten. Wenn du ihn einfach neu schreiben kannst beim nächsten Mal, ist so die langfristige Durability von Code vielleicht auch weniger wichtig. Vor dreien habe ich ja mal gesagt, geh davon aus, dass du so eigentlich mehr oder weniger weg, also je nach Softwareprojekt, muss man wissen, wie es wieder sehr differenziert wird. Aber ich glaube, in einigen Bereichen kannst du einfach wegschmeißen, Monolithen bauen und weil der Wert von Code Richtung Null geht. Das heißt, du musst nicht mehr alles modular bauen und alles aufeinander aufbauen und einfach wartbar, sondern für gewisse Projekte kannst du einfach immer die nächste Version neu prompten und musst gar nicht aufbauen, um auf den letzten Code zu arbeiten. Es gibt andere Projekte, wo das natürlich nicht geht. Das ist mir auch klar. Wir kommen später noch ein bisschen auf Kritik an KI zurück. Ansonsten, wofür wird Entropic das Geld ausgeben oder hat es schon ausgegeben? Dazu gibt es jetzt auch ein paar News, nämlich dass sie einerseits bei Microsoft shoppen sind, also sie wollen wahrscheinlich die MAIAs, was ist das denn für ein scheiß Name von Chips, MAIA, also die Maya Chips von Microsoft, das ist der Microsoft AI Accelerator Chip, dort mieten. Interessant ist das hauptsächlich, weil das kein NVIDIA-Chip ist und es ist halt ein Fokus auf Inferenz. Man sieht, dass Anthropic sich weniger versucht, neue Ressourcen fürs Training der Modelle zu besorgen, sondern mehr für den Customer Demand, wo man davon ausgehen kann, dass jeder Chip, der für Inferenz eingesetzt wird, sofort einen positiven Deckungsbeitrag erwirtschaftet für Anthropic. Und es gibt parallel eigentlich die gleiche News aus dem Haus Google, beziehungsweise es ist eigentlich aus einer Private-Equity-Quelle, aber die Logik dahinter ist die gleiche. Und zwar schreibt unter anderem Bloomberg, dass Apollo und Blackstone gerade einen 36 Milliarden US-Dollar-Deal zusammenbauen, um ein Datacenter zu bauen, um es dann offenbar exklusiv an ein Tropic zu vermieten. Und interessant ist aber, dass sie dieses Datacenter mit Google-TPUs ausstatten wollen. 36 Milliarden müsste eigentlich fast ein Gigawatt an Leistung sein.
sein, wenn ich das richtig schätze.
Also irgendwie in dem Dreh. Broadcom beteiligt sich noch als Garanteur oder wie sagt man das? Also baut so einen Backstop, weil Broadcom wird am Ende die Google-GPUs bauen und hat deswegen wirtschaftliches Interesse daran und kann das so ein bisschen mitversichern. Also eigentlich ist eine Allianz aus Apollo und Blackstone, zwei der, ich glaube, beide in den Top 3 oder 4 der größten Private-Equity-Unternehmen. Broadcom und Google, die die Chips quasi zusammenbauen und dann soll es an Entropic vermietet werden. Und auch hier handelt es sich um Google TPUs. Man kann davon ausgehen, es gibt hauptsächlich um Inferenz. Also Entropic geht Heavy shoppen, um mehr Rechenzeit ihren Kunden zur Verfügung stellen zu können, während sie Nvidia Chips wahrscheinlich selber nutzen. Ansonsten ist es für Microsoft und Amazon oder auch Google natürlich immer spannend, weiter mit Entropic zu weil wenn die Entropic-Modelle in ihren Clouds laufen, partizipieren sie ja an dem Entropic-Wachstum mit. Dadurch, dass Entropic kaum wirklich eigene Datacenter hat und sie aber zehnfach wachsen, würden die Hyperscaler, die Cloud anbieten, per API natürlich immer relativ zum Markt eher schneller wachsen. Was ein Grund dafür ist, zum Beispiel, dass die Google Cloud letztes Quartal, ich glaube, 63% gewachsen ist, ist sicherlich, dass sie einen großen Anteil des Cloud Compute verwaltet haben in dem Quartal und deswegen sehr stark am Cloud-Wachstum mitpartizipiert haben. Ansonsten noch eine ganz spannende Zahl. Ich habe ja in meiner Keynote behauptet, ganz dreist, dass ich glaube, und hier im Podcast zuvor auch schon, Ich glaube, dass Anthropic die erste relevante Company sein wird, die mehr als 200% Net Revenue Expansion Rate hat. Das würde heißen, dass der durchschnittliche Kunde bei Anthropic seinen Umsatz mehr als verdoppelt im Jahr. Da gibt es verschiedene Anzeichen inzwischen für, die Ramp-Daten zum Beispiel oder auch wie das Tokenwachstum bei Google sich entwickelt usw. usf. Und jetzt gab es einen Podcast bei Patrick O'Shaughnessy, wo der CFO von Entropic zu Gast war. Und der bestätigt die These, oder eigentlich falsifiziert er meine These, beziehungsweise nicht so richtig, dass es über 200 ist, stimmt. Nur ich habe mich da wirklich um eine Größenordnung fast vertan, weil er sagt, dass die Net Revenue Retention across Clients oder in all space oder sowas sagt er, über 500% läge. Was natürlich kompletter Wahnsinn ist. Also das heißt, dass der durchschnittliche Kunde fünfmal oder sechsmal so viel Nee, fünfmal so viel ausgibt jedes Jahr, was meine Schätzung nochmal deutlich übertrifft, aber gleichzeitig die Grundaussage, dass mehr als 200 sind, unterstützt. Das werden wir dann im IPO-Prospekt wahrscheinlich nochmal sehen, weil das eine Zahl ist, mit der man werben sollte. Glaube ich, die wird über die Zeit natürlich auch ein bisschen sinken. Aber das ist auf jeden Fall eine neue Dimension, die man im Softwaremarkt noch nicht sehen konnte bisher.
Also glaubst du nicht, dass die wahnsinnig sinken wird, dass die Leute dann anfangen werden, darauf zu optimieren? Also am Ende ist es doch so ein bisschen wie mit Spritpreisen. Die Leute schauen dann, wo kann ich günstiger tanken.
Also die Firmen werden optimieren, es immer günstiger zu bekommen und das wiederum wird dazu führen, dass sie dann wieder mehr mit KI machen. Also der einzelne KI-Workload wird günstiger werden, weil er günstiger werden muss. Wir kommen gleich darauf herum. Wenn das funktioniert, also wenn man zum Beispiel schafft, den Auto-Modus noch besser zu steuern, dass wenn jemand nach dem Wetter fragt, dass man eher eine Google-Suche macht so ungefähr, statt die KI jetzt im Expert-Modus laufen zu lassen und dass man das so ein bisschen dynamisch der Komplexität des Tasks noch besser anpasst. Das passiert ja alles schon im Hintergrund, aber... Da wird man sicherlich noch viel besser werden in Zukunft. Dann wird das günstiger werden, glaube ich. Also Cloud 4.8 kommt zum gleichen Preis wie 4.7 zum Beispiel bei möglich höherer Geschwindigkeit und besserem Routing auch wieder, also besserer Verteilung der Anfragen auf die Workloads. Und wenn das dann so funktioniert, glaube ich, geben Unternehmen wieder mehr aus, weil dann sich das ja eher rechnet. Aber es gibt durchaus Unternehmen, die behaupten, es würde sich nicht so richtig rechnen. Ich würde gerade sagen, das rauscht gerade sehr im Blätterwald. Es geht dann immer wieder um die gleichen Äußerungen, hauptsächlich die vom Uber-COO, der sagt, dass die KI-Kosten immer schwerer zu rechtfertigen werden, also dass die Kosten so explodieren und man aber den Return noch nicht richtig sieht. So geht es ja vielen CFOs und Controllern gerade, dass sie immer mehr für KI ausgeben sollen, aber sie können gleichzeitig nicht messen, Wo jetzt der Effekt entsteht oder die Produktivität entsteht, dazu kommen andere Aussagen von DoorDash, von Meta, von Microsoft, Leute, die tendenziell schon auch Bedenken anmelden, was die Kosten angeht. Es gibt hier so ein lustiges Zitat, dass es eine Firma gibt, die wohl im einen Monat 500 Millionen an KI-Kosten generiert haben soll. Das ist aus zweierlei Hinsicht interessant. Also einerseits, weil 500 Millionen im Monat wären ja 6 Milliarden EAA für ein Shopping. Also ein Zehntel der Gesamtleistung. Diese 6 Milliarden werden wiederum Faktor 30 ungefähr mit 150 bis 200 Milliarden Gesamtbewertung bewertet, wenn man an 30 Mal Revenue glauben würde. Ganz hoch ist dann Tropic gar nicht bewertet, aber das könnte auch ganz schnell mal wegfallen, könnte man argumentieren. Das andere ist natürlich, welches Unternehmen ist groß genug, um 6 Milliarden im Jahr für KI wegzublasen. Also man geht davon aus, dass es sich entweder um Amazon oder Microsoft gehandelt hat.
Ich hätte gedacht, das ist Nvidia, damit sie selbst irgendwie den ganzen Markt hochtreiben.
Das wäre super smart. Genau, für Nvidia würde es extrem viel Sinn machen, einfach bei Entropic, OpenAI und allen noch zusätzliche Rechenzeit einzukaufen, was sie teilweise auch tun. weil sie es am Ende mit ihrem Börsenkurs wieder so finanziert bekommen und durch die Beteiligung an den Firmen indirekt profitieren, würde mich auch nicht wundern, wenn ein BDR sowas machen würde.
Das würde das Bild dann von, wie heißt das, der Steckdose, die sich selbst einsteckt, halt nochmal. Irgendwann muss es ja doch einen Kurzschluss geben.
Absolut, absolut. Würde ich schon sehen. Es gibt halt Berichte, wie gesagt, dass Leute dann Wetterberichte oder Dinge, die man googeln kann, die KI fragen, einfach nur um Token-Maxing zu betreiben, also so viele Tokens zu verbrauchen wie möglich, weil teilweise... Firmen darauf optimieren, was natürlich Quatsch ist, könnte man sagen. Und trotzdem ist es, glaube ich, nicht ganz unwichtig, dass auch wenn es erhebliche Kosten hat, dass Leute sich mal mit KI auseinandersetzen, weil eines der Hauptprobleme ist ja, dass Menschen noch nicht verstehen, was man damit machen kann. Und Use Cases zu finden, indem man so ein bisschen fuck around and find out macht, ich finde das gar nicht zwangsläufig. Aber so dumm natürlich muss man bei einer halben Milliarde Kosten im Monat vielleicht dann doch mal schauen, ob da alles von sinnvoll ist. So, wenn Unternehmer jetzt ein bisschen einlenken, könnte das die Wachstumsrate verlangsamen, dass der Umsatz jetzt einbricht. Deswegen glaube ich nicht. Wie gesagt, sollten die Unternehmen jetzt, sollte es ihnen gelingen, Kosten zu sparen, sollte Entropic auch das eigene Modell nochmal effizienter machen oder OpenAI, dann würde es natürlich günstiger werden, um der Umsatz zu reduzieren. Ceteris Paribus erstmal sinken, aber so eindimensional ist die Welt aber nicht. Wenn er sinken würde, dann würde wiederum Jevons Paradox greifen und Leute würden wieder mehr Dinge mit KI lösen, wenn es deutlich billiger werden würde, zumindest über die Zeit. Insofern mache ich mir zumindest da keine Sorgen. Das größte Risiko, also wenn die Blase platzt in den nächsten Jahren, sechs bis 18 Monaten, wird das meiner Meinung nach daran liegen, dass China ein Modell baut, was an 98, 99 Prozent der Leistung der besten Modelle rankommt und das zum 10 Prozent des Preises anbieten. Und da, wo wir dann irgendwann darüber reden, dass also Startups machen das schon lange, aber die größte Gefahr ist, dass irgendwann wirklich die größten Accounts sagen, ich habe ein eigenes Datacenter Warum bezahle ich eigentlich an Entropic Geld, um mir andere Leute Datacenter-Leistungen weiterverkaufen zu lassen und noch die Entropic Marsha drauf, wenn ich mir Moonshot-Chemie oder DeepSeek in meinem eigenen Datacenter installieren kann und 90% der Kosten sparen oder 80% der Kosten sparen. Das wäre das größte Risiko für die KI-Bubble derzeit. Gleichzeitig glaube ich, dass die Konkurrenzkräfte und die Marktkräfte in den USA so gewaltig sind, dass sie den Innovationsdruck bei den Hauptplayern relativ hoch halten. Das heißt, für China da aufzuholen ist gar nicht so einfach, auch wenn sie viele Player im Rennen haben, wenn sie viele gute Leute haben, wenn sie sehr günstige Energie haben und immer bessere Chips bekommen mit der Zeit. Es ist hochkompetitiv und ich glaube, der Vorsprung könnte schmelzen, aber dass die USA erstmal vorn bleiben. Aber das ist das größte Risiko. Ich sehe weniger das Risiko, dass Firmen jetzt ihren KI-Spend halbieren von heute auf morgen. Das mag bei einzelnen Firmen so sein und dafür gibt es aber zehn andere Firmen, die beginnen, KI zu nutzen. Da mache ich mir ehrlich gesagt weniger Sorgen.
Oder es kommt raus, dass irgendwie 50% aller KI-Anfragen irgendwelche Katzenbilder waren, weil die Firmen alle gesagt haben, seht mal zu, dass ihr hier schön Tokens ausbläst.
Ja, aber so what? Am Ende bildet selbst das Mitarbeiter... Wie gesagt, ich würde es nochmal mit den Anfangszeiten des Internets vergleichen. Wir haben irgendwie auf rotten.com und TU Wien rumgesurft, vollkommen nutzlos, nur wo Jurismus im Internet betrieben. Aber für viele Leute sind daraus die Skills entstanden, eine eigene Webseite zu bauen, die ersten Affiliate-Programme zu nutzen, das erste Geld im Internet zu verdienen. Also... Ich habe die ersten kommerziellen Anwendungen im Internet gemacht, um mir mein eigenes Surfen auf einer ISDN-Doppelleitung zu finanzieren. Das hat halt irgendwie 12 Cent pro Minute gekostet oder so, oder 12 Pfennig wahrscheinlich damals, dass man beide ISDN-Leitungen blockiert und Mama und Papa im Notdienst nicht mehr erreichbar waren für Notfälle. Da gab es einige Streits, kann ich mich erinnern, dass das nicht gut ankam. Aber woher soll ich auch wissen, wann die Bereitschaftsdienst hatten? Naja, auf jeden Fall... Dann habe ich mir dann so Pay-to-Serve-Programme und so Multilevel-Marketing und den ganzen Schüssel, mit dem ganz viele Leute, die später SEO und Marketing gemacht haben, angefangen haben, aus meiner Erfahrung, angeeignet. Aber erstmal nur, um mein eigenes Surfen irgendwie zu refinanzieren. Also ich finde es deutlich zu früh. Also wir versuchen das immer sehr stark zu interpretieren und das ist ja auch unsere Aufgabe, so ein bisschen das in den Rahmen zu legen. Aber man kann auch mal sagen, es ist noch ein bisschen früh jetzt zu sagen, die Technologie ist heute gerade wieder komplett nutzlos und zu teuer und gestern waren wir total überzeugt. Also so ein bisschen Konsistenz und Langzeitblick darf man auch haben. Aber weil viele es gerade so sehen, erwähnen es wir ja und es ist Ich glaube, wir sind gerade so in dem, es ist das Sommerloch so ein bisschen, das Sommerloch beginnt. Es war letztes Jahr das Thema, als ungefähr zu dieser Zeit dieses ganze AI is hitting the wall wieder gespielt wurde und DeepSea mal den Markt erschreckt hat. Das war ein bisschen früher im Jahr, ehrlich gesagt. Und jetzt ist ja gerade wieder die Phase, wo einerseits Erstfirmen Token-Maxing machen und die Zahlen lügen ja nicht. Also der Umsatz sich bei Entropic verfünffacht pro Gründe. Spricht ja Bände. Und klar, dann gibt es drei Leute, die sagen, ich bin skeptisch und irgendwelche Erbsenzähler, die sagen, das ist hier aber ganz schön teuer. Und dann hat die Presse natürlich auch ein hohes Interesse daran, jetzt Skepsis zu wecken. Ist ja auch ihre Aufgabe. Finde ich auch super. Deswegen diskutieren wir es hier. Ich halte das nicht für das größte Risiko für die Weiterentwicklung von KI oder für den finanziellen Erfolg von KI. Ich glaube, der höchste Blocker ist die Unfähigkeit von Menschen, KI einzusetzen. Alle eingeschlossen, auch mich selber und andere. Wir verstehen noch gar nicht, was man alles machen könnte und bauen erst nach und nach die Use Cases und die wirklich geilen Applikationen fehlen teilweise noch, die mehr oder weniger im Hintergrund Tokens verbrennen, während sie was machen, was wir gar nicht mehr als KI erkennen zum Beispiel. Und das andere ist das China-Risiko. Das sehe ich, macht mir viel mehr Sorgen, ehrlich gesagt, langfristig. Was aber auch, das wäre nicht das Ende der KI, sondern es würde nur die kommerzielle Führerschaft der USA infrage stellen und die ganze KI-Wirtschaft quasi, die KI-Economy, wenn man so möchte, die daran hängt mit Datacenter-Ausbau und so weiter, all das müsste man dann nochmal hinterfragen. Aber wie gesagt, auch die Datacenter werden nicht von heute auf morgen stillstehen, sondern der neue in dem Szenario, man sollte in dem Szenario denken bei sowas, in dem Szenario wäre es so, dass ganz kurz mal weniger Nachfrage in den USA entstehen würde, Die Datacenter würden dann eben mit Open-Source-Modellen gefüllt, wo Leute eher selber rechnen lassen würden. Es käme wahrscheinlich zum Innovationsschub. Ich würde auch davon ausgehen, dass die USA dann protektionistisch wird, also den großen Firmen und der Regierung sowieso verbietet, China-Modelle zu nutzen und dann hat sich das schon wieder erledigt, ehrlich gesagt.
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Ich glaube, wo wir schon sind, ist so eine Phase, wo sich mal wieder so ein bisschen die Spreu vom Weizen trennt. Das ist, finde ich, auch immer die interessantesten Phasen, also wo der große Trend sehr positiv ist, aber wo sich schon die ersten Gewinner und Verlierer zumindest temporär abbilden. Ein gutes Beispiel war dieser Entropic-SpaceX-Deal. SpaceX kriegt seine eigenen Datacenter nicht ausgelastet, weil niemand sich für Croc interessiert. Das kann man, glaube ich, so sagen. Und Entropic kommt nicht hinterher, zu wenig ausgebaut und kann dann glücklicherweise diese Ressourcen hinzumieten. Wo es, glaube ich, ganz ähnlich ist, ist bei Meta, die massiven Ausbau betrieben haben in der Vergangenheit und es weiter planen. ... teilweise das intern nutzen konnten, um Recommendation-Algorithmen besser zu machen und so weiter. Aber wo jetzt diese ganzen Data Center ausgelastet werden sollen, ist noch nicht so richtig erkennbar, würde ich sagen. Und jetzt plant man zwei Dinge. Das eine ist, dass sie so Chatbot-Subscriptions planen, was ich, ich meine, ich treffe ab und an jetzt mal Leute, die wirklich sagen, sie nutzen Meta, weil es kostenlos ist in den Apps als KI, aber ich glaube, es ist wirklich ein relativ kleiner Marktanteil insgesamt, dass jetzt die Phase ist, da abzukassieren. Also für die P&L oder für das Income Statement vom Meta könnte es natürlich besser sein, die Leute es nicht umsonst machen zu lassen auf Dauer. Aber die Leute können ja zu Google rübergehen und es da umsonst machen. Also ich weiß nicht, wer in his right mind würde jetzt für Meta AI bezahlen. Sie versuchen es trotzdem, eine Meta One Plus Subscription zu machen. Und MetaOne Premium, wo man dann schönere Bilder erstellen kann oder, oder, oder, weiß nicht, ob es schneller geht, fand ich sehr überraschend, also hat mich ähnlich überrascht wie du. Es gibt außerdem Subscription-Produkte wieder hier mit tolleren Klingeltonen, schöneren Bildern, besseren Emojis, Super Reactions, auch für andere Apps, also man versucht insgesamt mehr Subscriptions. zu verkaufen bei Meta. Aber ob das jetzt gerade für KI-Chatbots erfolgreich sein wird, bin ich mehr als skeptisch. Und was mich noch mehr überrascht hat, ehrlich gesagt, wo ich mir die Augen gewischt habe und geguckt habe, haben die hier die falsche Firma aus Versehen reingecopy-pasted.
Aber...
Ja genau, das ist sowas wie bei, was eine typische Halluzination wäre. So wie, dass du im Doppelgänger-Podcast immer mit Christian Miele redest oder so, wenn du Chat-GP fragst. Wo ich auch nicht weiß, wie man darauf kommen könnte. Aber naja. Also auf jeden Fall schreibt der Information, dass Meta jetzt plant, so Forward-Deployed-Teams in Unternehmen zu bringen. Also die Palantir-Taktik, die OpenAI und Entropic ja auch zunehmend machen. Also dedizierte Entwickler und Produktprojektmanager in große Firmen schicken, um dort die Nutzung von Metas AI quasi zu befeuern oder zu unterstützen. Das heißt, in der Regel geht es da um Datenaufbereitung, also erstmal eine vernünftige Dateninfrastruktur, Data Layer installieren, die verschiedenen Datenquellen der Firma normalisieren, interpretierbar machen, für KI eine vernünftige Taxonomie aufbauen. Aber dass Meta jetzt auf einmal im Enterprise-AI-B2B-Markt aktiv ist, also A, war mir das überhaupt nicht bewusst. Habe auch noch von niemandem gehört, der das für einen relevanten Player in dem Markt hält. Und ich meine, irgendwie müssen sie ja ihre Ressourcen aus... Also sie könnten irgendwann der Günstigste sein, weil sie zu viele Ressourcen aufgebaut haben und es mehr oder weniger günstig anbieten können, aber... Ich weiß jetzt nicht, ob große Unternehmen da ausgerechnet an Meta denken oder das für den vertrauenswürdigsten Player halten. Also du hast die Wahl zwischen Amazon, Google, Microsoft, mit denen du in aller Regel schon tiefe Geschäftsbeziehungen hast. Und jetzt sollst du ausgerechnet die gewissenloseste Firma der Welt da als deinen KI-Firmen- oder Enterprise-Partner wählen. Ich finde es schwer. Also es wirkt komplett erratisch und unfokussiert. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass das erfolgreich sein würde. Wenn jemand von den Hörern mal hört, dass der oder die CAIO in der Firma jetzt mit Meta um die Ecke kommt und den Co-Piloten rausschmeißen möchte, dafür würde mich echt interessieren, wie das gepischt wird oder verkauft wird. Also für mich... Also beide News komplett verzweifelt irgendwie. Leute für einen Chatbot zahlen zu lassen, den keiner nutzen will. Oder die, die nutzen ihn nur aus Bequemlichkeit und weil er umsonst ist. Abgesehen davon, dass... Der typische Meta-Nutzer hat doch gar kein Geld für Subscriptions. Also... Vielleicht ein bisschen klischeehaft auch, aber wenn wir jetzt an die typischen Facebook-WhatsApp-Nutzer, Instagram-Nutzer denken, also die Leute, die den Use-Case haben, das heißt die, was mit KI anfangen können, die wissen drei andere Lösungen, wo sie die KI gerade umsonst bekommen. Und die, die zu dumm wären, eine KI woanders zu nutzen, die haben nicht das Geld, um es bei Meta auszugeben, würde ich behaupten. Aber wir werden sehen, wie Meta das seinen Consumern schmackhaft machen wird in Zukunft.
Ist China ähnlich verzweifelt wie Meta, dass sie jetzt ihre Talente nicht mehr einfach rauslassen? Oder dass man sich anmelden muss, wenn man das Land verlassen möchte, als AI-Talent?
Also was China bestimmt mehr... China handelt da immer sehr strategisch, würde ich sagen. Hat natürlich auch den Vorteil, dass sie Strategie besonders gut in die Tat umsetzen können, weil es sich um ein autoritäres Regime handelt. Vorteil natürlich nur im Sinne von Industriepolitik für das System als Ganzes ist natürlich kein Vorteil. Aber sie beschränken jetzt die Reisefreiheit von Menschen mit KI-Expertise. Also hauptsächlich natürlich KI-Researcher und EntwicklerInnen. Ich glaube, wenn du dir die Produktpräsentation bei OpenAI, bei XAI, bei Entropic anschaust, dann kommst du nicht drum hin, zu bemerken, dass mindestens ein Drittel, eher die Hälfte der Leute, der arbeitet, oft einen chinesischen Background haben, oder einen asiatischen, zumindest vom Aussehen her, aber auch wenn man die Namen sich anschaut. Und ich glaube, diesen Braindream möchte, also wenn China sich in dem Rennen befindet, was ich gerade beschrieben habe, und sie bei den Chips noch, ich glaube nicht auf Dauer, aber zumindest noch ein bisschen hinterher hinken, dann macht es natürlich Sinn, den Abfluss von Humankapital zu beschränken. Die Leute könnten alle sofort einen Millionenvertrag, also nicht alle, aber viele der Top-Researcher können natürlich sofort einen Millionenvertrag im Silicon Valley bekommen und Wahrscheinlich ist es schlau, das so ein bisschen zu beschränken von China. Insofern vielleicht nicht überraschend, dass man jetzt Mitarbeiter von Alibaba oder Deepsea quasi nicht ins Ausland reisen lässt, aus Angst, so ein bisschen wie die DDR-Athleten damals, dass sie dann im Westen bleiben und ihren Sport dort ausüben, wenn man so möchte, oder ihren Profi-Sport, Profi-Coding-Sport oder Profi-Research dann für den Systemfeind in Zukunft machen. Ja, nicht überraschend und ist in der Gesamtstrategie von China, glaube ich, ein wichtiger Putzelstein. wenn man so möchte. Dass es nicht unserem Freiheitsbild entspricht, sollte klar sein. Ich erwähne es aber trotzdem mal, weil Leute es ja gerne dann wieder als irgendwie zu China-freundlich darstellen, wenn man das überhaupt bemerkt, dass es strategisch sinnvoll ist, was sie machen. Höchstwahrscheinlich. Und dann noch eine andere, so ein bisschen ungeahnte KI-Konsequenz. Und zwar berichtet TechCrunch dass die Suchmaschine DuckDuckGo zu ungeahnter Popularität aufsteigt. Die bewegt sich so im einprozentigen Bereich. Prozentbereich bei Marktanteilen, ist vielleicht ein Fünfzigstel von Google, was die Nutzung angeht, aber die sehen einen 30% Anstieg in Nutzung, weil Leute, also einige Leute muss man sagen, die oder wenige wahrscheinlich sogar, keinen Bock mehr auf AI-Overviews und AI-Mode bei Google haben und lieber wieder die alten 10 Links zurückhaben möchten und deswegen zu DuckDuckGo gehen, die so ein bisschen Privacy, wie sagt man, respektvoller mit dem Datenschutz umgeht, aber eben auch noch nicht die KI-Features nutzt von Google, zumindest nicht standardmäßig über die Suchergebnisse. Es scheint Leute zu geben, die das bevorzugen und deswegen steigt wohl die Installationsrate von DuckDuckGo um 30%. Effektiv heißt das aber, dass irgendwie einer von tausend Nutzer von Google sich umentscheidet. Das würde wahrscheinlich schon reichen, um 30% mehr Installs bei DuckDuckGo zu bewirken, muss man glaube ich auch dazu sagen, wenn man überlegt, auf was für einem kleinen Niveau das dann passiert.
Ich finde diese Geschichten immer super, wenn irgendwie ein Großer einen Fehler macht und dann auf einmal der Kleine ein bisschen mehr Nutzer bekommt. Aber wirklich nachhaltig ist das ja meistens nicht.
Wie gesagt, ich würde jetzt nicht zwangsläufig von Fehler sprechen. Ich glaube, eigentlich exekutiert Google zumindest aus ihrer eigenen Sicht die KI-Strategie ganz gut. Und ich glaube, die Nutzungsgewohnheiten ändern sich schon extrem. Das siehst du ja an den Klickraten, wie... wie zufrieden dann, ob zu Recht oder nicht, ist eine andere Frage, aber wie zufrieden Konsumenten mit den AI-Overviews teilweise sind. Ich kann mir gut vorstellen, dass Leute mehr googeln inzwischen, weil du noch bessere Antworten teilweise, auch da viele Hassinationen drin und so, das stimmt natürlich auch alles, aber ich glaube, die AI-Overviews sind populär und sie machen Research tatsächlich effizienter. Zum Beispiel habe ich mal recherchiert, wie viele Flugzeuge eigentlich schon mit Starlink ausgestattet sind. Und die AI-Overviews sagen so rund 2500. kommerzielle Jets, dazu kommen noch die privaten, sind das. Es gibt nämlich gerade die News, dass SpaceX Starlink einen neuen Vertrag gewonnen hat mit American Airlines. United war bisher schon Kunde, ich glaube mit so 300 Jets und jetzt wird American nochmal bis zu 500 Airbus-Flugzeuge mit Starlink ausrüsten. Das wäre dann eine Steigerung um 20% bei der kommerziellen Flotte, die Starlink equipped. Wenn diese 2500 stimmen, Man muss auch sagen, das ist erst 10% der Gesamtflotte. Ich glaube, es gibt so rund 25.000 kommerzielle Passagierjets und nochmal ungefähr so viele Privatjets auf der Welt. Also das Gute ist, sollte das die beste Lösung bleiben, dann kann man sagen, Starlink hat nochmal die Fähigkeit, sich zu verzehnfachen beim Umsatz mit Airlines. Eventuell kann man, wenn man höhere Bandbreiten mit der Zeit schafft, sogar auch noch ein bisschen mehr Geld verlangen. Das ist ja noch so eine Marktanlaufphase, wenn man so möchte. Andererseits sind es aber insgesamt eben auch nur 2500 Flugzeuge oder jetzt dann vielleicht 3000 Flugzeuge. in Zukunft. Aber ich würde hier eher das Potenzial sehen und mit einem Vertrag jetzt hier 20% mehr Installation zu haben, ist natürlich ganz spannend. Ich würde davon ausgehen, dass ich Wenn sich das bei 30, 40 Prozent irgendwann durchsetzt, dann steigen natürlich die Kundenerwartungen. Also es wird dann zunehmend schwerer für Airlines zu sagen, wir haben leider nur dieses super langsame In-Flight-WiFi. Für eine WhatsApp-Nachricht reicht es mal, aber YouTube müssen Sie sich bitte vorher runterladen am Terminal. Wenn mehr und mehr Kunden gewohnt sind, dass Starlink einigermaßen funktioniert in der Luft, wird das natürlich so ein bisschen auch zum Differenziator und dann, glaube ich, müssen mehr oder weniger alle Airlines das installieren. Wir wissen ja, dass Ryanair und EasyJet sich relativ stark dagegen wehren. Ich glaube, Ryanair war der Typ, der sich explizit dagegen ausgesprochen hat. Was ja aber auch dumm ist. Also vielleicht mag der Elon Musk nicht und das ist vielleicht auch nachvollziehbar. Aber es ist ja auch eine Einkommensquelle. Vielleicht zahlst du selber, keine Ahnung, was mag das kosten, 10.000 Dollar im Monat oder so, um so ein Starling auf ein Flugzeug zu bringen. Minimal mehr Spritkosten vielleicht, wenn es ein bisschen bumpy ist. Aber am Ende kannst du halt auch jedem Passagier zwischen 10 und 20 Dollar, zumindest auf jedem Flug über eine Stunde, dafür abnehmen. Das ist ja teilweise mehr Rohmarge, als du auf dem Flug sitzt hast. wenn ein Kunde sich dafür entscheidet, das zu nutzen, gegen Geld. Also verdienst wahrscheinlich bestenfalls einzelne Euros auf jedem Flugzettel, zumindest auf kürzeren Flügen. Wenn jemand dann dein In-Flight-Wi-Fi bezahlt, ist das aus der Margensicht extrem spannend. Also ich glaube, auch Ryanair wird da irgendwann umkippen. Das wäre aus rein idealistischer Sicht, das dauerhaft so zu machen, ist, glaube ich, relativ dumm. Genau. Ansonsten berichten wieder mehrere Quellen auch jetzt, dass die Gerüchte, dass SpaceX bald Tesla übernehmen könnte. sich verdichten. Es soll da so Gespräche hinter verschlossenen Türen geben, beziehungsweise Elon Musk soll das mit seinem Freundes- und Bekannten- und Beraterkreis schon immer mal durchgespielt haben im Kopf. Ob das sinnvoll wäre? Im Moment ist Tesla mit 1,6 Billionen Jahre noch relativ teuer. Ich könnte mir vorstellen, er möchte eigentlich, dass Tesla noch ein bisschen günstiger wird und wird die Company fast ein bisschen runterreden vielleicht. damit die Bewertung nicht weiter steigt und gleichzeitig hofft er sicherlich, dass SpaceX mindestens 2,5-3 Billionen wert ist, damit es nicht so stark verwässert werden würde bei einem Merger mit Tesla. Bei Tesla gehören ihm weniger Anteile als an SpaceX, deswegen wäre es spannend, Tesla so günstig wie möglich zu übernehmen, weil sein Gesamtanteil an der Firma dann... Umso größer wäre, je höher SpaceX im Vergleich zu Tesla bewertet wäre. Rein wirtschaftlich macht es für ihn vielleicht Sinn. Aus Produktsicht sehe ich da echt wenig Synergien, aber das wird uns dann natürlich trotzdem so verkauft werden, wie auch schon beim Merch zwischen SpaceX und XCI und X zuvor.
Eigentlich muss er doch dann auch anfangen, Chips zu bauen, oder?
Ja, das will er ja. Diese TerraFab soll ja Ships spawnen. Das hat das IPO-Prospekt ja auch gezeigt, dass die Pläne dann noch relativ unkonkret sind, sondern dass es eigentlich besseres Gelaber oder Ideation-Phase ist. Also es gibt keinen Spatenstich oder so, wenn man das richtig interpretiert. Aber mal sehen, wann das kommt. Sinnvoll wäre es sicherlich.
Ich glaube, sein Ziel ist einfach, er will die höchstbewerteste Firma der Welt sein. Also Nvidia überholen.
Ja, da könnte also mit den Umsätzen dahin zu kommen, wird schwer. Mit der Bewertung wäre es möglich, vermutlich. Sobald Basics an die Börse geht und diese 2-Billionen-Bewertung unterschrieben ist, wird der, also der reichste Mann ist ja eh schon, aber dann wird der erste Billionär oder Trillionär werden, zwangsläufig. Das Geld wiederum ist aber alles gebunden oder überwiegend gebunden in Firmen. Man muss nicht davon ausgehen, dass er jetzt deutlich mehr als 10 Milliarden irgendwie Cash rumliegen hat. Aber er wäre dann der erste Billionär. Aber es geht ihm ja um das Überleben der menschlichen Rasse, nicht um Geld.
Ist klar, ist klar.
Wo wir jetzt schon bei schlechten Narrativen sind. Im Sinne der Demokratisierung der Finanzmärkte möchte Robinhood in Zukunft erlauben, dass seine Kunden mithilfe von KI-Agenten automatisiert traden können oder auch einkaufen gehen mithilfe der Robinhood-Kreditkarte. Man könnte einfach sagen, das ist alter Wein in neuen Schläuchen, also Robotrading oder automatisiertes Trading jetzt mittels KI-Agenten oder algorithmisches Trading mittels KI-Agenten. Ist das zeitgemäß? Wahrscheinlich. Es gibt sicherlich einfache Use Cases, dass jemand zum Beispiel sagt, baue mir mal bitte ein MSCI World ohne SpaceX oder ich möchte ein Portfolio, was... weit diversifiziert ist, aber ich möchte die und die Firmen ausschließen, wie kann ich das automatisch mit einer Short-Strategie oder irgendwelchen virtuellen Konstrukten umsetzen. Also es gibt bestimmt Use Cases für sowas und das könnte dann ein Roboter für einen so umsetzen. Die Gefahr ist aber natürlich, dass Leute hier irgendwelche Trading-Muster glauben zu erkennen, ihre Agenten darauf ansetzen dann und das vor allen Dingen aber die Trading-Aktivität hauptsächlich Geld vernichtet und am Ende dann wieder das hin und her macht Taschen leer gilt. Das heißt, dass Und jede Art von Trading hat natürlich irgendwelche Kosten, sei es, weil man schlechtere Preise bekommt eventuell bei Robinhood oder Gebühren zahlt. Und am Ende geht es nur darum, glaube ich, die Trading-Aktivität noch weiter zu steigern. Vermutlich würden solche Agenten die teureren Produkte, das ist auch die Frage, glaubt man das? der Agent immer die günstigste Lösung wählt oder versucht er nicht alles gehebelt mit einer Margin, kombinierten Margin und Optionsstrategie, weil an den Produkten Robinhood mehr verdient, umzusetzen. Die Agents könnten ja immer Futures und Optionen nutzen, das ist das, womit Robinhood neben Krypto richtig viel Geld verdient. Und so weiter und so fort. Mit langfristigen sinnvollen Investieren hat es glaube ich nichts zu tun. Es ist auch glaube ich nicht sinnvoll zu glauben, dass man irgendwelche Markt-Ineffizienzen automatisch ausnutzen könnte auf die andere größere Player, also die Citadels der Welt, die großen Hedgefunds. noch nicht gekommen wären. Und dass ich mit einem Setup, das heißt, irgendwie mein Clow-20-Dollar-Agent und Robinhood-Account schlägt die schlauesten Banken der Welt. Daran glaube ich ehrlich gesagt nicht. Ansonsten sollte man, also wenn man glaubt, das geht, dann sollte man so schnell wie möglich Robinhood verlassen, sich einen vernünftigen Brokerage-Account suchen und seinen eigenen kleinen Hedgefund bauen. Ich glaube, Robinhood wird damit sicherlich Geld verdienen. Die Verluste der Nutzer im Vergleich zu den Net Market Gains normaler oder durchschnittlicher Anleger werden weiter auseinander gehen. Dadurch, im Doppelgänger-Sheet messe ich ja immer so ein bisschen, wie der durchschnittliche Robinhood-Nutzer sich verhält zur durchschnittlichen Marktrendite. Und da zeigt sich relativ klar, dass die insbesondere in Down-Phasen deutlich mehr verlieren, aber das nicht in den Boom-Phasen des Marktes wieder einholen können. überdurchschnittlich viel Geld verlieren, was sicherlich an den risikoreichen Instrumenten, aber auch dem zu viel Traden insgesamt liegt.
Wir bleiben beim Traden, aber beim Traden von Produkten. Wir gehen zu Earnings. Temo, Victory Lab für Pip?
Ja, seit zwei Jahren, oder? Wann haben wir das erste Mal Peak Temo? Ich glaube, es ist das erste Mal. Lass mich kurz gucken. Nein, nicht das erste Mal. Aber auf jeden Fall ist es so, dass das Net Income, also der absolute Profit nach allen Kosten, bei Temu deutlich zweistellig zurückgeht. Und zwar um 10,5%. Es gab vorher auch schon Quartale, die nicht so gut aussahen. Aber es ist jetzt schon ein erheblicher Rückgang nochmal. Der Umsatz wächst insgesamt noch um 17%, davon kommen aber nur 8% Wachstum aus den Online-Marketing-Services, wächst um 8%. Transaction-Services, was meiner Meinung nach das Temo-Modell ist, wächst um 26%. Also wir reden über Temo, seine Mutter Pinduoduo ist ein chinesisches Unternehmen, betreibt in China eine Domestic-Plattform, aber auch Man könnte sagen, das Transaction Services Modell hat sich sogar wieder ein bisschen beschleunigt auf 26%, läuft besser, aber das tut es eben bei höheren Kosten. Der operative Profit wächst zwar noch um 28%, Aber das Net Income liegt einfach 10% unter dem Feuer. Und insgesamt ist das Wachstum jetzt lange nicht mehr so dynamisch wie zuvor. Trotzdem sehen die Zahlen noch erstaunlich solide aus. Profitmarge liegt noch bei 12%. Immerhin operative Marge bei 18%. Cashflow ist auch noch deutlich positiv. Aber man sieht zum Beispiel, dass die Rohmarge sich verschlechtert. Sie nennen das Investieren in die Supply Chain. Aber ich glaube, sie haben einfach in China einen massiven Preisdruck. Und auch viel Gegenwind im Rest der Welt. Unter anderem hat die EU gerade wieder eine Strafe erlassen von 200 Millionen gegen Temu. Ein Glückwunsch dazu, weil Temu es nicht effektiv unterbindet, illegale Dinge auf Temu zu verkaufen. Das kann irgendwie gefälschte Sicherheitssiegel sein, das können Counterfeit Products, also Produktfälschung sein. sein und so weiter und so fort. 200 Millionen ist jetzt für Temo nicht unheimlich viel Geld, aber es zeigt quasi, dass auf der Welt die Awareness langsam steigt und der Gegenwind zunimmt. Trotzdem kann man aber sagen, Temo wächst noch, Temo ist noch profitabel und der operative Gewinn steigt sogar 28% gegenüber dem Vorjahr, wobei das ein Sonderfakt war. Der war, glaube ich, besonders schlecht im Q1 letztes Jahres. Wenn man ihn jetzt Das mit dem operativen Gewinn würde ich gar nicht so unterschreiben, zwangsläufig. Eigentlich die operative Marge sinkt sogar ein bisschen. Das ist eher ein Sondereffekt. Ich würde sagen, eigentlich wächst Temu, aber wird dabei schon weniger profitabel mit der Zeit. Und ob diese Profitabilität jemals wieder zurückkommt, bei dem massiven Wettbewerbsdruck im chinesischen Markt mit Alibaba, JD, TikTok-Shop und so weiter, aber auch dem zunehmenden Gegenwind international, halte ich für eher unwahrscheinlich, würde ich mal sagen.
Und besser läuft es für Softwarefirmen, beziehungsweise was ist Snowflake? Data?
Warehouse? Software? Data Lake in the Cloud? Es läuft nicht für alle Softwarefirmen gut, aber viele schaffen, auch Okta hat relativ gute Zahlen gezeigt. Bei vielen kommt jetzt so ein bisschen dieser Rebound, den ich vermutet habe und leider zu spät analysiert habe. So kann ich da jetzt gar nicht so viel von profitieren, aber die Snowflake-Aktien sind tatsächlich um 36% nach oben. Nach den Ergebnissen, das liegt einerseits daran, dass man den Umsatz beschleunigen konnte auf 34% Wachstum wieder nach 30% im Vorquartal. Das ist mal runtergegangen, die Wachstumsgeschwindigkeit von Snowflake auf 26% und seitdem hat es sich aber beschleunigt auf jetzt wieder 34%. Das macht für das Outcome am Ende einer Modellierung natürlich immer einen erheblichen Unterschied, wie schnell das Wachstum im letzten Quartal war. Die Rohmarge halten sie relativ stabil bei 66,6%. Das ist fast so, als wenn man auf zwei Drittel optimiert. Also auf jeden Fall verändert die sich nicht mehr sehr stark um den Punkt. Also sieht ganz solide aus. Die operativen Ausgaben steigen um 10%. Das ist natürlich auch eine gute Nachricht. Wenn du den Umsatz um 34% steigern kannst, aber deine eigenen Ausgaben nur noch um 10% wachsen, dann wird die Firma profitabler. aber noch lange nicht profitabel. Snowflake macht immer noch seit Jahren an der Börse ungefähr minus 23% operative Marge. Das wiederum entsteht hauptsächlich, wie wir wissen, aus der Sharebase Compensation, die allein 4 Milliarden im Jahr beträgt. Die Verluste wiederum betragen auch genau 1,2 Milliarden. Also würde man die Service Compensation abziehen, wäre Snowflake quasi genau profitabel. Sollte man aber nicht. Aber weil das so ist, ist der operative Cashflow zum Beispiel sehr, sehr deutlich positiv. lag jetzt im ersten Quartal beziehungsweise ja noch im ersten Quartal bei allein 250 Millionen der operative Cashflow. Also da kommt schon genug her. Die Rule of 40 ist auch wieder bei 46. Die Magic Number bei .73 auch sehr gut. Verstehe ich. Also sieht im Moment gerade wieder aus, als bekommt Snowflake einen neuen Rückenwind, wenn man so möchte. Sie hiren auch weiter 15% mehr Leute. Also investieren schon weiter. haben aber gleichzeitig die Kosten ganz gut im Griff. Die Revenue Retention tickt auch ganz leicht ein Stück hoch wieder von 125 auf 126. Und da haben viele Leute jetzt ihr Modell angepasst und kaufen dann doch schnell nach, nachdem Snowflake relativ stark verprügelt wurde. Zuletzt, der Grund ist halt, dass Snowflake tendenziell ein KI-Gewinner ist. Ich habe ja gerade gesagt, dass die Firmen, also wenn da jetzt so eine Meta Forward Deployed Unit ist, in ein Unternehmen geht und die AI installieren soll, dann beginnt das in der Regel damit, dass sie Databricks oder Snowflake erstmal als, also wenn die Lösung noch nicht da ist, als Datenlayer integrieren oder die bestehenden Instanzen umfangreicher nutzen und daran würde Snowflake oder eben auch Databricks stark teilhaben. Und insofern war es wahrscheinlich nicht so schlau, Snowflake jetzt zu sehr abzuschreiben, obwohl Databricks vergleichsweise, glaube ich, mehr Marktanteil gewinnt gerade. Das kann man auch sagen, weil die sind noch private, da haben wir noch keine so guten Zahlen. Ansonsten, Salesforce hat so ein bisschen widersprüchliche Earnings gehabt, haben ihre Zahlen geschlagen, aber die Prognose war nicht gut, hat den Kurs jetzt auch nicht massiv bewegt, deswegen würde ich sagen, skippen wir es mal. Und vielleicht springen wir gleich mal zu Dell, über die berichten wir sonst nicht viel, sind glaube ich auch nicht im Sheet, oder? Sekunde. Dell baut heutzutage hauptsächlich Server, also da geht es nicht um die günstigen Computer, die euer CFO und Controller nutzen, sondern hauptsächlich um Server, die den Großteil des Geschäfts und Profit ausmachen. Und das Geschäft läuft so gut, dass... die Dell-Aktie um fast 40% angesprungen ist. Und dazu muss man zwei Sachen wissen. Das eine ist, Dell profitiert sehr stark vom Serverschrankgeschäft, sowohl mit Clash-Systems, CPUs, aber auch AI-Data-Centern. Gesamtumsatz wächst um 88% gegenüber dem Vorjahr. Das ist natürlich klar, dass bei so einer starken Beschleunigung des Umsatzes auch der Kurs reagiert. Was aber auch so ein bisschen zumindest zum Kontext gehört, ist, dass Dell ja auch eine der Positionen war, in denen Donald Trump investiert hatte. Da gab es ja diese News, dass sein Family Office erheblich am Aktienmarkt tradet für ihn und auch eine größere Position in Dell gesichert hat, worauf er später, das ist jetzt die Frage, ob er es mit Absicht gemacht hat, das muss jeder selbst entscheiden, aber zumindest hat er nicht beachtet, dass er investiert sein könnte in die Firma und öffentlich gesagt, jeder sollte sich jetzt ein Dell-PC kaufen demnächst. CNBC schreibt jetzt, bringt das auf jeden Fall in Verbindung. Und weist außerdem darauf hin, dass Dell gerade jüngst einen 10-Milliarden-Vertrag mit dem Pentagon gewonnen hat. Ob das jetzt an der Nähe zu Trump liegt oder ob das einfach Zufall ist. Also natürlich musste Pentagon NSA auch ihre IT-Kapazitäten ausbauen. Angeblich soll Dell da ein besseres Angebot gehabt haben. Es soll... Insider geben, die eher verwundert sind über den Deal und das so ein bisschen in Frage stellen. Aber CNBC schreibt auf jeden Fall, dass die enge Partnerschaft zu Trump Michael Dell ganz gut getan hat und aus dem Aktienkurs von Dell jetzt sehr deutlich anspringt. Und dieser Mega-Deal ist ja mehr oder weniger bestenfalls als Auftragsbestand verbucht und noch gar nicht in den Umsätzen gesetzt. Für Michael Dell hat es sich auf jeden Fall sehr gelohnt. Er hat seine Firma ja aus Private Equity zurückgekauft. Ihm gehören noch 40% an Dell. Und seit 2025, wo er mit 100 Milliarden taxiert wurde, liegt er jetzt laut Forbes und Bloomberg Billionaires bei mindestens 200 Milliarden. Ich bin mir relativ sicher, dass die jüngsten 40% da noch gar nicht drin sind. Ich glaube, Dell, die Firma, ist auch ungefähr zufällig 200 Milliarden wert. Davon 40% gehören ihm. Wenn die 40% steigt, sind es 80 Milliarden, von denen 40% ihm gehören, sind ungefähr 32, um mal draufzurechnen. Also wahrscheinlich am Ende des Tages, wenn ihr das hört, schon 250 Milliarden wert. Zumindest gehe ich davon aus, dass diese jüngsten Zahlen noch gar nicht da sind. Reichtum inbegriffen sind. Und damit würde er aufsteigen von der Nummer 7 auf die... Muss mal gucken, ob das überhaupt was ändern würde. Er würde wahrscheinlich Mark Zuckerberg überholen und aufs Level von Larry Ellison mit 250 Milliarden ungefähr ansteigen, wenn ich mich hier nicht irre und das nicht schon eigenberechnet wurde, aber ich glaube, hier gibt es einen Zeitverzug von ein paar Stunden. Genau, dann wäre er der sechstreichste Mann der Welt. It pays to be close to Trump, würde ich mal unterstellen. Aber klar, Dell ist natürlich auch ein Produkt, was durch den Datacenter-Ausbau einfach profitiert. Das ist natürlich auch die Leistung seiner Firma und nicht nur sein höfisches Verhalten bei Trump.
Gibt es unter den Top Ten überhaupt irgendjemand, der sich gegen Trump stellt?
Gute Frage. Muss ich nochmal reingucken hier. Also ich würde, also ich habe, als ich es vorhin angeschaut habe, dachte ich so, wenn du die Leute dir alle anschaust, ich sage jetzt nicht, was ich dann gedacht habe, aber also die Nummer 1 ist Elon Musk mit 840 Milliarden, bald über einer Billion, wie gesagt. Nummer 2 und 3 sind die Google-Founder Larry Page und Sergey Brin mit ungefähr 300 Milliarden. auch dem Aktienkurs von Google gedankt, dass sie da jetzt über Jeff Bezos stehen, der mit 280 Milliarden jetzt auch nicht als arm gilt, aber Amazon ist nicht ganz so gut gelaufen wie Google, deswegen überholen die Google-Gründer Jeff Bezos. Also die vier, die Google-Gründer galten früher als eher demokratisch und haben regelmäßig demokratische Politiker unterstützt, unter Eric Schmidt sehr eng mit der Obama-Kampagne zusammengearbeitet. Zumindest bei Sergey Brin kann man inzwischen hören, dass er ins, ich will nicht sagen ins Trump-Lager, aber ins republikanische Lager gewechselt ist, überlegt aus Kalifornien wegzuziehen wegen der Billionärsteuer und so weiter. Nummer 5 ist Larry Ellison, da muss man sich glaube ich nicht fragen, auf welcher Seite ist 6. Mark Zuckerberg, da gilt das gleiche. Also ich würde sagen, die ersten 6 sind... Kann man sagen, als Republikaner. Einon Michael Dell auf sieben. Wie gesagt, versucht zumindest Business zu machen mit Trump. Was seine politische Einstellung dahinter ist, weiß ich nicht. Jensen Wang auf acht. Ich würde glauben, eher opportunistisch. Versucht so ein bisschen Everybody's Darling zu sein. Hat sich jetzt zumindest noch nicht politisch geäußert. Der ist natürlich gerade, was Protektionismus, Handelszölle angeht usw., Sehr ausgeliefert, der Wirtschaftspolitik von Trump und Industriepolitik. Gleichzeitig ist er auch der Motor der US-Wirtschaft gerade und hat, glaube ich, auch Macht. Und ich meine, das Ding ist ja, wir reden jetzt über die zehn reichsten Männer, Frauen brauchen wir nicht sagen, Männer der Welt. Wenn irgendjemand das Rückgrat besitzen sollte, seine Meinung zu sagen, könnte man sagen, dann natürlich die, die aus dem Gröbsten raus sind. Eigentlich gleichzeitig sind sie aber auch durch ihre hohen Vermögen am meisten abhängig. Aber am meisten abhängig ist eine komische Einordnung. Also du könntest sagen, sie haben am meisten zu verlieren, weil sie sehr eng mit der Wirtschaft verbandelt sind. Gleichzeitig ist jemand, der gerade seine Gesundheitsversorgung verloren hat, natürlich eigentlich viel abhängiger vom politischen Handeln anderer. Wie auch immer, aber auf jeden Fall ist es schon ein Muster, das ausgerechnet die Leute sich wenig äußern und wenig kritisch äußern und eher versuchen, wie kann ich meine 300 Milliarden nochmal um 50 Prozent erhöhen in dieser Amtszeit. Nummer 9 kommt dann der erste Europäer, Bernard Arnault, also der Gründer von LWM Asch, mit 150 Milliarden. Jensen Wang übrigens ungefähr bei 185 gerade, weil er nur einen relativ kleinen Anteil an Nvidia hat. Und Nummer 10 ist Warren Buffett, wo ich sagen würde, das ist ja auch... überwiegend unpolitisch scheint oder nicht politisch auftritt und sich auch nicht unnötig viel hat mit Trump blicken lassen. In der Vergangenheit dann wieder auf Elfen Europäer, Amancio Ortega, was hat der gegründet?
Wahrscheinlich irgendwo Fashion.
Spanier?
Ja, was ist es dann? Wie heißt die?
Da kannst du ja die Marke sagen.
Zara und das ganze Zeug.
Zara und Stradivarius, Pull&Bear und so, also die Inditex-Gruppe. Inditex-Held. Genau. 140 Milliarden mit Fast Session und dann kommt so die Walmart-Family. Die nächsten drei, vier sind Rob, Jim und Alice Walton. Steve Barmer, auch interessant, der relativ lange, glaube ich, bei Microsoft investiert geblieben ist. 135 Milliarden. Dann war mir auch nicht klar, ZZ, der Binance-Gründer, wird hier auf Platz 17 mit über 100 Milliarden geführt noch. Echt? Ja. Und Bill Gates nur noch auf Platz 19 mit 100 Milliarden, was ein bisschen daran liegt, dass er viel Geld weg gibt, aber auch, dass er den größten Fehler gemacht hat. War das so, dass er Warren Buffett getroffen hat und Warren Buffett hat gesagt, er soll sein Vermögen mal risikooptimal diversifizieren, weswegen er seinen viel zu großen Microsoft-Anteil verkauft hat und hätte er den einfach nur behalten, wäre er glaube ich Billionär heute, wenn ich mich nicht irre, oder zumindest deutlich reicher. als nach seiner erfolgreichen Diversifizierungsaktion. Aber jemand, der immerhin große Bestandteile seines Geldes, guten Zwecken zur Verfügung gestellt hat und das sicherlich weiter tun wird. Insofern ganz gut.
Ja, zurück zu Elon Musk, fahr das Ding nach Hause.
Genau, wie kamen wir jetzt hier eigentlich darauf? War das jetzt Schmuddlecke vorher eigentlich? Weiß ich nicht. Achso, doch, nee, hier ist Schmuddlecke, kommt hier noch, warte. Das ist auch nicht Schmuddlecke, aber vielleicht ganz kurz News. Grog, die Chipfirma, die von Nvidia so halb übernommen wurde, beziehungsweise wo die Lizenzen rausgekauft wurden, damit Nvidia jetzt selber die Grog-Chips bauen kann, die Language Processing Units, Raised wieder Geld. Also das Gerippe quasi, was man gelassen hat, versucht jetzt wieder auf eigenen Füßen zu stehen. Raised 650 Millionen mit dem alten CEO, oder nicht mit dem CEO, der ist dann wieder gegangen, aber mit altem Personal und neuen Investoren und will sozusagen seinen zweiten Akt planen, schreibt Axios. Und die ehemaligen Investoren haben dann Rechte, da hier auch wieder exklusiv mit zu investieren. Ich weiß nicht, ob ich, nachdem die IP jetzt so entweder gegangen ist, da nochmal investieren würde. Aber das ist natürlich so ein bisschen die Konsequenz von diesen ganzen Deals, wo man die Firmen so aushöhlt. Man kauft die wichtigen Lizenz- und IP-Rechte raus und das Kernpersonal. Und dann bleibt was übrig, was so ein bisschen so ein Zombie-Unternehmen ist. Und hier versucht man wohl, dem Zombie nochmal Leben einzuhauen mit 650 Millionen neuen Kapital, um dann, ich nehme an, eher so Rechenzentren zu bauen. indem man wieder Ships vermietet oder so. Also ich halte mich davon fern. Wovon ich mich auch fern halte, sind Prediction Markets. Da gibt es gerade wieder einen ganz spannenden Fall. von einem Google-Mitarbeiter, der, ich glaube, bisher verdächtigt wird dem Insider-Trading. Also er wurde von Google schon mal sicherheitshalber freigestellt und ist, glaube ich, auch schon angeklagt. Aber der soll 1,2 Millionen, weil man bei Google so schlecht verdient, war er gezwungen, 1,2 Millionen über Prediction Markets zu machen. Indem er mit Bestechen der Brillanz das Suchwort des Monats richtig geraten hat. Also man kann auf das, also Google veröffentlicht regelmäßig die populärsten Suchen und auf Polymarket kann man darauf wetten, ob irgendwie Taylor Swift oder Travis Kelchie der am meisten gesuchte Sucher. Begriff des nächsten Monats ist und er hat mit erstaunlicher Präzision auch relativ unwahrscheinliche Begriffe, wo die Wahrscheinlichkeit oder die Prediction Markets den bei deutlich weniger als 5%, diesen einen Rapper zum Beispiel, der Minderjährige missbraucht hat und jemanden umgebracht hat, David, glaube ich, Da war die Wertquote unter 3%, dass der eine der wichtigsten suchen werden würde. Er muss das aber gewusst haben schon aus internen Google-Zahlen, hat darauf gewertet und so relativ schnell mindestens 1,2 Millionen gemacht. Michele Spagnolo, ein italienischer Landsmann, oder Micky genannt, der sich zuvor auch als Blockchain-Experte oder Experte in Blockchain-Analyse und Security selber geframed hat. Die Protection Markets funktionieren ja auf der Blockchain. Und der vor Gericht wohl vorher auch schon als Expert Witness, wie sagt man das auf Deutsch, Gerichtsgutachter aufgetreten ist. Ob das so das richtige moralische Mindset war, was er hatte? Naja, auf jeden Fall wieder ein super Beispiel dafür, dass die Wetten stehen immer gegen dich, wenn du auf diesen Plattformen handelst, weil es höchstwahrscheinlich Leute gibt, die die richtige Information schon haben. Man könnte sagen, dadurch verbreitet sich die Information schneller in der Öffentlichkeit. Gerade wenn Insider traden, kann man viel besser daran ablesen. was demnächst passieren könnte oder sich als Wahrheit herausstellt. Gleichzeitig heißt das, dass jeder, der daran teilnimmt, eigentlich immer übervorteilt wird, weil es Menschen gibt, die die Wahrheit schon kennen und sie nur noch ungleich verteilt ist, wie so oft. Genau, das zur Schmuddelecke und dann unsere neue Rubrik, das letzte oder allerletzte in dem Fall, ist, dass Elon Musk erneut auf seiner eigenen Plattform X den Hoax verbreitet, dass es sich bei Hitler um einen Hardcore-Sozialisten und Lefty gehandelt hat. Und zwar schreibt Paul Graham, der ehemalige Gründer von Y-Combinator, dass er einem 14-jährigen Heranwachsenden erklärt hat, es gäbe Politiker, die immer sagen, dein Leben ist schlecht, weil jemand anders dir was weggenommen hat, was eigentlich dir gehört. Wenn du für mich wählst, dann hole ich dir das zurück. Und er sagt, glaube ich, vollkommen richtig, dass das beide politische Lager tun, also Lenin hat gesagt, die Eliten klauen dir das Geld und wir verteilen es wieder unter den einfachen Leuten. Hitler hat es ebenfalls getan. Also man sucht sich im Zweifel einfach nur einen anderen Schuldigen. Bei Hitler waren es vielleicht eher die Juden und sicherlich auch wieder Eliten. Aber man versucht damit das einfache Volk zu gewinnen. Und was er auch schreibt, in jedem Fall sind das schlechte News, die darauf folgen, wenn man solche Leute in die Macht wählen würde. Also kann man glaube ich grob mit übereinstimmen mit dem Statement von Paul Graham. Elon Musk geht aber weiter und sagt dann, Hitler was also left, just a different type of left, hardcore socialist. Also die Community Reviews fangen das natürlich relativ schnell wieder ein. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass, also wenn du glaubst, dass Hitler links war, dann musst du mir erklären, warum Industrielle sein Aufkommen unterstützt haben, warum er Gewerkschaften zerschlagen hat, warum er in Anführungsstrichen echte Linke oder andere Linke, wie Elon Musk sagen würde. hat verfolgen und totschlagen lassen. So richtig passt das nicht ins linke Mindset. Aber es ist jetzt irgendwie so ein neues rechtes Narrativ, dass man sagt, weil der Socialist im NSDAP-Namen war, würde es sich bei Hitler eigentlich um einen Linken handeln. Und am liebsten würde man wahrscheinlich den Holocaust auch noch den Linken anhängen. Was nicht heißt, dass Juden es wahrscheinlich unter Linie nicht so viel besser hatten. Oder in vielen sozialistischen Systemen auch verfolgt wurden. Oder eigentlich werden Juden in fast jedem System verfolgt. Leider zusammenfassen die Geschichte der Menschheit. Ich weiß nicht, warum er sich genügend fühlt, das überhaupt zu kommentieren und so zu kommentieren. Und wie gesagt, auch Grock. Natürlich wird sofort Grock bemüht, um das Fick zu checken. Und selbst Grock spricht sich erheblich dagegen aus und bekommt dafür viele Likes. Ich bin gespannt, ob Elon das auch in der nächsten Zeit korrigieren lässt. Auf jeden Fall, ich weiß nicht, ob es ein großer Tiefpunkt ist, aber ein weiterer Ausfall von Elon Musk, glaube ich. Nachdem er weiß, wie das ankommt, wenn man sowas sagt und nachdem ihn eigentlich genug Leute... Also ich weiß nicht, ob er in seinem Umfeld keine Leute mehr hat, die ihm die Meinung sagen. Aber eigentlich sollte er sich mit so intelligenten Menschen umgeben, dass einige ihm davon vielleicht mal erklären, warum das vielleicht nicht so eine schlaue These ist, die er da hat. Aber trotzdem bestärkt er sie immer wieder. Und wir schließen mit einer guten Nachricht. Ist in dem Kontext immer schwer zu sagen, aber auf jeden Fall hat das... Drone Startups, Dark Defense, ich glaube, das ist so quasi die Military Use Tochter oder Schwester von Quantum Systems, die, wie sagt man das gut, Single Use Drones, also... Umgangssprachlich kann mit KZ drohen, also die nur einmal benutzt werden, um Ladung zu verbringen, wie man so schön sagt, und Impact zu gestalten. Diese Firma, in Deutschland gegründet, von Peter Thiel finanziert in einer letzten Runde, soll inzwischen von einer Milliarde auf nun 2,5 Milliarden Bewertung ansteigen, soll wohl gerade dabei sein. Eine Runde zu raisen, um 300 Millionen einzusammeln, auch mit, wie gesagt, zweieinhalb Milliarden Bewertung, was für das Berliner Ökosystem, das deutsche Ökosystem, aber auch die Verteidigung unserer Freiheit wahrscheinlich eine gute News ist. Dass wir überhaupt so viel in Rüstung investieren müssen, ist natürlich eher ein trauriger Punkt. Umstande. Wenn wir in Rüstung investieren, sollten wir aber, glaube ich, viel mehr in Drohnen und autonome Waffen investieren. Ich empfehle dazu... Ach nee, der Newsletter ist noch gar nicht draußen. Also in dem Newsletter, der irgendwann diese Woche hoffentlich noch rauskommt, ich bin ein bisschen im Verzug, weil ich echt...
Diese Woche ist es Freitag.
Ja, meine Arbeitswoche geht bis Sonntag. Ich weiß, deine hat am Mittwoch geendet, aber also auf jeden Fall Nein, deine Arbeitswoche läuft ja noch allein schon, weil wir hier sitzen und telefonieren.
Das ist nicht mehr länger als drei Minuten.
Ja, genau. Aber was wollte ich sagen? In dem Newsletter, der Schrödinger Newsletter, der theoretisch schon im Ausgang befindlich ist, aber doch noch nicht richtig rausgesendet werden kann, wird ein Video verlinkt sein von General Petraeus, ehemaliger CIA-Direktor und Vier-Sterne-General der US-Streitkräfte. der quasi sagt, dass wir die Lektion aus dem Ukraine-Krieg noch lange nicht lernen und viel zu viel, also unterstelle ich erstmal, viel zu viel in herkömmliche Rüstung investieren. An der Frontlinie zwischen Russland und Ukraine ist es lange so, dass in so einer Todeszone von 35 Kilometern oder 50 Kilometern eigentlich keine Fahrzeuge oder gepanzerte Fahrzeuge mehr fahren können, weil sich die Parteien nur gegenseitig mit Drogen ausschalten dürfen. Da habe ich Drogen gesagt, mit Drogen vielleicht auch. Drohnen, die halt Selbstschützengräben erreichen können, ferngesteuert und das knappe Gut sind eigentlich nur Drohnen und Drohnenpiloten entscheidend inzwischen. Da wäre noch Landgewinne. und mit irgendwelchen herkömmlichen Haubitzen, Panzern, gepanzerten Vehicles usw. kannst du dann nur noch begrenzt viel erreichen. Also eigentlich hast du so das Verdun des 21. Jahrhunderts, dass Leute sich Kilometer voneinander entfernt in Schützenkriegen gegenüberstehen und für minimale Landgewinne quasi versuchen, die Leben des Gegenübers auszulöschen aus der Ferne. Und insofern sollten wir, wenn wir mehr in Rüstung investieren, wahrscheinlich mehr in Unternehmen wie Star, Quantum Systems und so weiter und so fort investieren, weil das relativ klar die Zukunft sein kann und weil vor allen Dingen nicht klar ist, wie man sich verteidigen soll mit herkömmlichem Gerät gegen diese Drohnen. Petr spricht auch von so einer Microwave-Waffe. die die USA wohl haben, um damit eine effektive Verteidigung herzustellen, bräuchte man wohl aber alle zwei bis drei Kilometer. So eine Waffe, die dann die Drohnen grillen kann, wo wir auch noch nicht sind oder ich noch nicht gehört habe, dass wir uns da mit eindecken. Naja, wie auch immer. Das wird dann in den Medientipps des Newsletters erscheinen, sobald der rauskommt. Genau. Und dann hören wir uns nächsten Mittwoch spätestens wieder.
Ich freue mich drauf. Genieß das Wetter. Nächste Woche regnet es. Bis dann.
Peace. Danke, dass du mir jetzt sagst, dass nächste Woche scheiße wird.
Bisschen Regen. Bisschen kühler. Musst du nicht die ganze Zeit im T-Shirt rumlaufen.
Na gut.
Dann ciao. Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Klöckner und Philipp Glöckler. Recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Unseren aktuellen Werbepartner findest du in unseren Shownotes. Vielen Dank, schönes Wochenende und bis Mittwoch.